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Alarmierung der Feuerwehr

Es brennt? Sie brauchen Hilfe? Was ist zu tun? 

Geraten Sie nicht in Panik
Versuchen Sie, Menschen aus dem Gefahrenbereich zu bringen
Rufen Sie die Feuerwehr! Notrufnummer 112. 

Die Feuerwehr muss wissen:

1. Was ist passiert?
2. Wo ist es passiert?
3. Wie viele Verletzte gibt es?
4. Welche Arten von Verletzungen?
5. Warten auf Rückfragen!


Unternehmen Sie gegebenenfalls selbst Löschversuche. Begeben Sie sich nicht in Gefahr!

Warten Sie das Eintreffen der Feuerwehr ab und weisen Sie diese ein. 


... und so funktioniert die Alarmierung nach dem Notruf:

Alarmierung per Funk

Die Feuerwehr wird heute fast ausschließlich über Funk alarmiert. Seit Ende 2009 wird die Löschgruppe Bamenohl digital alarmiert. Zum Empfang benötigt man einen digitalen Meldeempfänger. Der Alarm wird in Form von einem Einsatzstichwort (zum Beispiel "Brandeinsatz") oder in Form von präzisen Textnachrichten (Einsatzort, Ereignis, etc.) übertragen, so dass Rückfragen entfallen und die Einsatzkräfte wertvolle Zeit sparen. Es können auch gezielt nur bestimmte Gruppen alarmiert werden. So muss für den Einsatz der Drehleiter nicht die gesamte Löschgruppe alarmiert werden. Weiterhin bietet die digitale Alarmierung eine bessere Übertragungs- und Empfangsbereitschaft, zum Beispiel in Gebäuden. Nachdem der Disponent in der Leitstelle den Notruf entgegen genommen hat, löst er mittels Computer über Funk die Funkmeldeempfänger der Feuerwehr aus. Dieses kann sogar bereits parallel zum Notrufgespräch erfolgen.


Wir sind schon unterwegs...

Sind die Meldeempfänger ausgelöst, begeben sich die Feuerwehrangehörigen auf dem schnellsten Wege zum Feuerwehrgerätehaus, schlüpfen in ihre Schutzausrüstung und kommen dann mit den Einsatzfahrzeugen zum Schadensort. Zur Orientierung: In Bamenohl dauert es zirka drei bis fünf Minuten ab Auslösen der Meldeempfänger, bis das erste Fahrzeug unterwegs ist. Falls Sie einmal selbst auf die Feuerwehr warten müssen, denken Sie bitte auch daran, dass die meisten Kameraden erst von ihrem Arbeitsplatz weg müssen, um zum Gerätehaus zu kommen.

Alarmierung per Sirene

Die Feuerwehr wird in einigen Fällen auch noch per Sirene alarmiert. Diese Methode hat allerdings einige Nachteile. Zum einen ist über die Sirenenalarmierung keine gezielte Alarmierung von einzelnen Kräften möglich (z.B. einzelne Gruppen einer Feuerwehr bei kleinen Einsätzen ohne großen Personalbedarf, nur Kräfte mit spezieller Ausbildung etc.), zum anderen können nur Einsatzkräfte per Sirene alarmiert werden, welche sich auch in akustischer Reichweite dieser befinden. Die akustische Reichweite wiederum ist stark schwankend und von Windrichtung und Wetterlage abhängig und reicht von wenigen hundert Metern bis hin zu vielen Kilometern. Auch hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass eine laute Alarmierung durch Sirenen zahlreiche Schaulustige an die Einsatzstelle lockt, welche die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit oftmals behindern.

Die in Deutschland verwendete Einheitssirene vom Typ E 57 mit 9 Ports (ursprünglich westdeutsche Standardsirene) beispielsweise heult mit einer Lautstärke von 101 dB(A) in 30 m Entfernung und einer Tonhöhe von 420 Hz bei 2800 Umdrehungen pro Minute. Ihr Ton ist in ländlichen (dünnbesiedelten) Gebieten in 600 m Entfernung mit etwa 70 dB(A) hörbar. In dicht bebauten Gebieten wie Industriezonen oder in Regionen mit mehrstöckigen Gebäuden kann mit der E 57 bei gleicher Lautstärke nur noch eine Reichweite von circa 350 m erzielt werden.