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LÖSCHDECKEN UND ÜBLICHE FEUERLÖSCHER FÜR FETTBRÄNDE UNGEEIGNET

Foto: Einsatz einer Löschdecke
(Foto: BGN)

Löschdecken sind zum Löschen von Fettbränden ungeeignet.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten hatte es durch Brandversuche nachgewiesen: Löschdecken sind für die Brandbekämpfung an Fettbackeinrichtungen nicht geeignet. Gleichgültig, ob die Löschdecken aus Wolle, Baumwolle, Glas-, Nomex- oder Kevlargewebe bestehen, das Ergebnis ist jedes Mal das gleiche: Die Löschdecke ist für das hohe Hitzepotential, wie es bei Fett- und Ölbränden entsteht, nicht ausgelegt. Sie brennt durch.

Das Löschen von Fettbränden mit Löschdecken beinhaltet ein weiteres Problem: die Flammen aus Fettbackeinrichtungen können 1,5 Meter und höher sein und eine große Hitze freisetzen. Personen, die sich einem solchen Brandherd mit einer Löschdecke nähern, gefährden sich in erheblichem Maße selber. Das gleiche gilt für Personen, die den Brand mit dem Deckel des Gerätes ersticken wollen. Auch hier besteht eine hohe Verletzungsgefahr durch Brandwunden. In der Regel ist ein Löschen mit dem Deckel nicht erfolgreich, da auf Grund des eingehängten Korbes ein luftdichtes Schließen des Gerätes nicht möglich ist. Versuche haben außerdem gezeigt, dass sich Gerätedeckel bei der großen Hitzeeinwirkung verbiegen und damit wirkungslos sind.

Auch die üblicherweise in den Betrieben bereitgehaltenen Feuerlöscher sind für die Bekämpfung von Fettbränden ungeeignet. So erwiesen sich z. B. die bislang bevorzugten Kohlensäurelöscher als wenig effektiv. Bei der Friteuse gelang es zwar, die Flammen kurzzeitig zu ersticken. Durch das große Hitzepotential des Fettes kam es aber immer wieder zu Rückzündungen. Am Fettbackgerät war die Hitzeentwicklung so groß, dass die Flammen nicht einmal kurzzeitig gelöscht werden konnten. Auch die eingesetzten Pulverlöscher konnten nicht überzeugen.


GEPRÜFTE GERÄTE GEFORDERT

Die alles in allem recht mageren Löscherfolge mit Feuerlöschern führten inzwischen dazu, dass Kriterien für spezielle Feuerlöscher entwickelt wurden und nun auch in Deutschland Feuerlöscher auf ihre Eignung zum Löschen von Fettbränden geprüft werden. Ein Vermerk auf dem Typenschild zeigt an, dass sie zum Löschen von Fettbränden nachgewiesenermaßen geeignet sind. Sie werden von allen namhaften Herstellern angeboten. Küchen und Backbetriebe mit Fettbackeinrichtungen müssen mit diesen geprüften Geräten ausgestattet sein.

Abbildung: Feuerlöscher


VORTEILE

Das darin enthaltene Löschmittel löscht bei Speiseöl und sonstigen Fettbränden zuverlässig durch Verseifung der brennenden Flüssigkeit. Es bildet sich eine Sperrschicht über dem Brandherd, der Zutritt von Sauerstoff wird unterbunden. Gleichzeitig kühlt das Löschmittel das Öl oder Fett unter die Selbstentzündungstemperatur und verhindert damit ein erneutes Aufflammen des Brandes.Weitere erhebliche Vorteile sind:

  • Einfache Reinigung der Brandumgebung nach dem Löschen.
  • Aufgrund der Zusammensetzung und hohen Reinheit des Löschmittels bestehen keine hygienischen Bedenken bei der Verwendung in Küchen.

Feuerlöschdecken gehören dort jedoch nach wie vor zur Grundausstattung: sie sind notwendig, um brennende Personen löschen zu können.

FETTBRÄNDE NIEMALS MIT WASSER LÖSCHEN!

Fettbrände dürfen nie mit Wasser gelöscht werden. Das Wasser sinkt im heißen Fett nach unten und verdampft dann schlagartig. Dabei vergrößert sich das Volumen etwa um den Faktor 1000: aus 100 ml Wasser werden 100 Liter Wasserdampf. Die Wirkung ist wie bei einer Explosion: brennendes Fett wird in alle Richtungen geschleudert und Küche oder Backstube stehen in Sekunden in Brand. Aus diesem Grund dürfen auch keine Gefäße mit Wasser oberhalb von Fettbackgeräten abgestellt werden.

 

Quelle: www.bge.de/asp/dms.asp
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Veröffentlicht
11:02:54 30.12.2010